Casting-Ablauf: Was ist der Unterschied zwischen Live-Casting und E-Casting?
Live-Castings und E-Castings folgen unterschiedlichen Regeln – aber beide entscheiden darüber, ob ein Model gebucht wird oder nicht. Wer weiß wie jedes Format funktioniert, bereitet sich gezielter vor und macht weniger Fehler.
Most Wanted Models begleitet Models durch beide Casting-Formate und erklärt, worauf es wirklich ankommt.
Was ist der Unterschied zwischen einem Live-Casting und einem E-Casting?
| Kriterium | Live-Casting | E-Casting |
|---|---|---|
| Format | Persönlich beim Kunden oder in der Agentur | Video, selbst produziert und eingeschickt |
| Häufigkeit in Deutschland | Selten – eher bei großen Produktionen | Standard – für die meisten Jobs |
| Vorbereitung | Outfit, Portfolio, Pünktlichkeit | Setup, Licht, Ton, Selbstpräsentation |
| Erster Eindruck | Persönlich, direkt | Über Bildschirm, ohne Korrekturmöglichkeit |
| Feedback | Manchmal direkt vor Ort | Selten – meist nur Buchung oder Absage |
| Zeitaufwand | Reisezeit + Wartezeit | Nur Produktionszeit |
Wie läuft ein Live-Casting ab?
Live-Castings finden in Deutschland seltener statt als in anderen Märkten – aber bei großen Produktionen, Werbespot-Castings oder Fashion-Shows sind sie nach wie vor Standard.
Was bei einem Live-Casting passiert: Das Model kommt zu einem vereinbarten Termin beim Kunden oder einer Produktionsfirma. Es stellt sich vor, zeigt sein Portfolio, läuft eventuell oder stellt sich in verschiedenen Posen vor die Kamera. Der Kunde macht Fotos oder ein kurzes Video und entscheidet danach – oft nach vielen weiteren Candidates.
Was Most Wanted Models seinen Models für Live-Castings empfiehlt:
Outfit: Einfarbige, eng anliegende Basics. Kein Muster, kein Oversize. Heels für Frauen in der Tasche mitbringen wenn nicht direkt getragen.
Portfolio: Aktuell, gut sortiert, schnell zu zeigen.
Pünktlichkeit: Lieber fünf Minuten zu früh als eine Minute zu spät. Der Booker weiß immer, wenn ein Model zu spät war.
Haltung: Aufrecht, offen, ohne Smartphone in der Hand beim Warten.
Wie läuft ein E-Casting ab?
E-Castings sind in Deutschland heute Standard. Der Ablauf: Most Wanted Models erhält ein Casting-Brief vom Kunden – mit einer Aufgabe, einem Text oder einer Szene. Das Model produziert das Video zu Hause und schickt es über die Agentur ein.
Was ein gutes E-Casting-Video enthält:
Kurze Selbstvorstellung: Name, Größe, Agentur – in maximal 15 Sekunden.
Die Aufgabe: Was im Brief gefragt ist, sauber und präzise umgesetzt.
Technisches Setup: Kamera auf Augenhöhe, Tageslicht von vorne, neutraler Hintergrund, guter Ton.
Länge: Maximal zwei Minuten. Wer länger braucht, verliert den Zuschauer.
Was sind die häufigsten Fehler bei E-Castings?
Most Wanted Models sichtet die E-Castings seiner Models, bevor sie an den Kunden gehen. Was dabei immer wieder auffällt:
Schlechtes Licht: Gegenlicht, Schatten im Gesicht, dunkle Räume. Das ist der häufigste Ablehnungsgrund, obwohl er leicht zu beheben ist.
Schlechter Ton: Rauschen, Echos, Geräusche aus dem Hintergrund. Ein einfaches Headset reicht, um das zu lösen.
Kamera von unten: Die Kamera sollte auf Augenhöhe stehen – nicht auf dem Tisch liegen und von unten filmen.
Lange Einleitung: Wer zwei Minuten über sich redet, bevor er zur Aufgabe kommt, verliert den Zuschauer.
Fehlende Vorbereitung: Den Text nicht kennen, stockend lesen, mehrfach neu anfangen.
Wie bereitet man sich auf ein E-Casting vor?
Most Wanted Models gibt seinen Models klare Empfehlungen: den Brief genau lesen, die Aufgabe verstehen, mehrmals üben bevor die Kamera läuft, Setup prüfen bevor aufgenommen wird, und das fertige Video selbst ansehen bevor es abgeschickt wird.
„Wenn du dir selbst zusiehst und das Video überzeugend findest – dann schick es ab. Wenn nicht, nochmal“, ist die einfache Regel.
Weitere Informationen zum Casting-Prozess findest du im Model & Creator Guide von Most Wanted Models.
Fazit
Live-Casting und E-Casting sind zwei verschiedene Formate mit zwei verschiedenen Logiken. Wer beide versteht, bereitet sich gezielter vor – und macht den entscheidenden Unterschied zwischen Absage und Buchung. Most Wanted Models bereitet seine Models auf beide Formate vor.