Polaroids als Model: Was sie sind und wie man sie richtig macht
Polaroids sind die ehrlichsten Bilder im Model-Business: kein Styling, kein Licht-Setup, keine Retusche. Was der Kunde bei einem Polaroid sieht, ist das, was er am Set bekommt. Warum Polaroids so wichtig sind – und wie man sie richtig macht.
Was sind Polaroids im Modelbusiness?
Most Wanted Models schickt bei jeder Buchungsanfrage aktuelle Polaroids mit. Der Begriff kommt von den Sofortbildkameras, die früher bei Castings eingesetzt wurden. Heute sind Polaroids digitale Handy- oder Kamerafotos – aber das Prinzip ist dasselbe: unbearbeitete, aktuelle Aufnahmen, die zeigen wie das Model wirklich aussieht.
Polaroids sind kein Ersatz für das Portfolio – sie ergänzen es. Während das Portfolio die besten Arbeiten zeigt, zeigen Polaroids den aktuellen Ist-Zustand: natürliche Haut, aktuelles Haar, echte Proportionen.
Warum sind Polaroids bei Direktbuchungen so wichtig?
Im deutschen Markt werden die meisten Jobs ohne Live-Casting vergeben. Der Kunde entscheidet auf Basis von Material – Sedcard, Portfolio und Polaroids. Polaroids spielen dabei eine besondere Rolle, weil sie die aktuellste und unverfälschteste Darstellung des Models liefern.
Was Kunden bei Polaroids prüfen: Sieht das Model so aus wie auf den Portfoliofotos? Hat sich etwas verändert – Haarlänge, Haarfarbe, Gewicht, Haut? Passen die Maße zur Anforderung?
Wer veraltete oder zu stark bearbeitete Polaroids einreicht, riskiert eine Absage am Set – weil das Model nicht dem entspricht, was gebucht wurde.
Was gehört in ein vollständiges Polaroid-Set?
| Aufnahme | Beschreibung | Warum wichtig |
|---|---|---|
| Portrait frontal | Gesicht gerade, natürliches Licht, kein Make-up | Klarer Eindruck vom Gesicht |
| Portrait seitlich | Profil links und rechts | Gesichtsstruktur von der Seite |
| Ganzkörper frontal | Neutral, enger Bodysuit oder einfarbige Basics | Proportionen und Silhouette |
| Ganzkörper seitlich | Seite links oder rechts | Körpertiefe und Haltung |
| Ganzkörper von hinten | Rückansicht | Vollständiges Bild |
| Hände | Beide Hände, gepflegt | Für Beauty- und Accessoire-Buchungen |
Wie macht man gute Polaroids?
Das Ziel ist maximale Natürlichkeit bei guter Sichtbarkeit. Was Most Wanted Models seinen Models konkret empfiehlt:
Kleidung: Enger, einfarbiger Bodysuit oder eng anliegende Basics in Weiß, Schwarz oder Grau. Kein Muster, kein Oversize, nichts das die Silhouette verdeckt.
Make-up: Keins oder minimal. Das Gesicht soll so gezeigt werden wie es ist – Kunden wollen die echte Haut sehen.
Haare: Offen und aus dem Gesicht, sodass Gesichtsform und Haaransatz sichtbar sind.
Licht: Natürliches Tageslicht von vorne oder von der Seite – kein Gegenlicht, kein Kunstlicht mit starken Schatten.
Hintergrund: Neutral und hell – weiße Wand, neutraler Hintergrund, kein Chaos im Hintergrund.
Kamera: Handykamera bei gutem Tageslicht reicht. Was nicht geht: schlechte Belichtung, Unschärfe, Spiegelfotos im Badezimmer.
Wie oft müssen Polaroids aktualisiert werden?
Most Wanted Models fordert von seinen Models regelmäßig neue Polaroids an – mindestens alle drei Monate, und immer sofort wenn sich etwas am Aussehen verändert hat.
Wer die Haare schneidet, färbt oder sich sonstwie sichtbar verändert, muss das sofort der Agentur melden und neue Polaroids einschicken. Kunden, die auf Basis alter Polaroids buchen und am Set überrascht werden, verlieren das Vertrauen in die Agentur – nicht nur in das Model.
Weitere Informationen zum Portfolioaufbau findest du im Model & Creator Guide von Most Wanted Models.
Fazit
Polaroids sind die ehrlichste Form der Selbstpräsentation im Modelbusiness. Most Wanted Models legt großen Wert auf aktuelle, qualitativ hochwertige Polaroids – weil sie den Unterschied machen zwischen einem Vorschlag, der funktioniert, und einem, der zu Enttäuschungen am Set führt.