Was gehört auf eine Sedcard – und wie macht man sie richtig?
Die Sedcard ist das erste, was ein Kunde von einem Model sieht. Sie entscheidet in Sekunden darüber, ob ein Model für ein Casting oder eine Direktbuchung in Frage kommt. Wer eine schlechte Sedcard hat, wird seltener vorgeschlagen – unabhängig davon, wie gut er vor der Kamera ist.
Most Wanted Models erstellt und aktualisiert Sedcards für alle betreuten Models und erklärt, worauf es wirklich ankommt.
Was ist eine Sedcard und woher kommt der Begriff?
Eine Sedcard ist die Visitenkarte eines Models: ein Karton oder digitales Dokument mit einer Auswahl der besten Fotos, den Maßen und den Kontaktdaten der Agentur. Der Ursprung des Begriffs ist in der Branche nicht eindeutig belegt – üblich ist die Schreibweise mit D, nicht T.
Früher wurden Sedcards physisch gedruckt und bei Castings und Kundenterminen übergeben. Heute dominiert die digitale Sedcard – als PDF, als Webprofil oder als Bestandteil des digitalen Books. Die physische Karte gibt es noch, aber sie spielt eine kleinere Rolle als früher.
Was muss auf eine Sedcard?
| Element | Inhalt | Warum wichtig |
|---|---|---|
| Hauptbild | Aktuelles, klares Portrait oder Ganzkörperfoto | Erster Eindruck – entscheidet über Interesse |
| Weitere Bilder | 3–5 Fotos, verschiedene Stile und Looks | Zeigt Bandbreite und Vielseitigkeit |
| Maße | Größe, Konfektionsgröße, Schuhgröße, Haarfarbe, Augenfarbe | Für Direktbuchungen ohne Casting unverzichtbar |
| Agenturkontakt | Name und Kontaktdaten der Agentur | Kunden buchen über die Agentur, nicht direkt |
| Name des Models | Vor- und Nachname | Identifikation im Booking-Prozess |
Was nicht auf eine Sedcard gehört: übermäßig bearbeitete Fotos, zu viele Bilder, privater Kontakt des Models.
Welche Fotos funktionieren auf einer Sedcard?
Das wichtigste Bild auf einer Sedcard ist das Hauptfoto – meist ein klares Portrait oder ein Ganzkörperfoto bei natürlichem Licht, unbearbeitet oder minimal bearbeitet. Kunden wollen sehen, wie das Model wirklich aussieht – nicht wie es mit Filter und Bearbeitung aussehen kann.
Was eine gute Sedcard-Auswahl auszeichnet:
Vielfalt der Looks: Ein natürliches Bild, ein kommerzielles Bild, ein editoriales Bild – wer nur einen Look zeigt, wirkt eindimensional.
Aktualität: Fotos, die älter als ein Jahr sind, gehören nicht mehr auf die Sedcard. Kunden, die ein Model auf Basis der Sedcard buchen, erwarten, dass die Person so aussieht wie auf den Bildern.
Qualität vor Quantität: Fünf starke Bilder schlagen zehn mittelmäßige. Weniger ist mehr.
Wie oft sollte eine Sedcard aktualisiert werden?
Most Wanted Models empfiehlt: mindestens einmal im Jahr – und immer dann, wenn sich das Aussehen des Models wesentlich verändert hat. Neue Frisur, deutliche Gewichtsveränderung, sichtbares Altern – all das muss in der Sedcard reflektiert sein.
Eine veraltete Sedcard ist nicht nur nutzlos – sie schadet aktiv. Ein Kunde, der ein Model auf Basis alter Fotos bucht und am Set überrascht wird, bucht dasselbe Model kein zweites Mal.
Wie unterscheidet sich die Sedcard vom digitalen Portfolio?
Die Sedcard ist die komprimierte Visitenkarte – wenige Bilder, wichtigste Infos. Das digitale Portfolio ist die Erweiterung: mehr Bilder, mehr Kontext, Tearsheets aus Veröffentlichungen, Videos.
Bei Most Wanted Models läuft beides parallel: die Sedcard für den schnellen ersten Eindruck, das digitale Portfolio für die vertiefte Sichtung. Kunden, die ein Model direktbuchen wollen, sehen beide.
Weitere Informationen zum Karriereaufbau als Model findest du im Model & Creator Guide von Most Wanted Models.
Fazit
Eine gute Sedcard ist kein Luxus – sie ist Grundvoraussetzung für professionelles Modeln. Most Wanted Models begleitet Models beim Aufbau und der regelmäßigen Aktualisierung ihrer Sedcard – weil das erste Bild entscheidet, ob ein zweites Gespräch stattfindet.